Der Titel «Ehrespalebärglemer» wurde vom Sperber-Kollegium erstmals 1976 verliehen. Er wird Persönlichkeiten zuerkannt, welche  die Stadt Basel über deren Grenzen hinaus in positivem Sinn bekannt gemacht haben. Es sind Menschen voller Initiative, Menschen mit Qualitäten auf ihrem Spezialgebiet, die sie einmalig und beispielhaft einsetzen.


1976-1982  1983-1988  1989-1994 1995-2000  2001-2007  2008-2013 2014-2017

 
1976 Margrit Rainer und Ruedi Walter –Volksschauspieler
1978 Irène Zurkinden – Kunstmalerin
1979 Robi Klein – Läckerli-König
1980 Fred Spillmann – Couturier
1981 Blasius (Dr. iur. Felix Burckhardt) – Stadtpoet
1982 Roland Rasser – Gründer des Kellertheaters «Fauteuil» und Bühnenkünstler
 


1976-1982  1983-1988  1989-1994 1995-2000  2001-2007  2008-2013 2014-2016

     
  1976 Margrit Rainer und Ruedi Walter –Volksschauspieler

Margrit Rainer und Ruedi Walter wurden im Oktober im «Basler Keller» des Hotels Basel für ihre hervorragende Leistung in der von 1956 bis 1966 jeweils samstags zur Mittagszeit ausgestrahlten Hörfolge «Spalebärg 77a. Bi s Ehrsams zem schwarze Kaffi» mit dem Titel Ehrespalebärglemer ausgezeichnet. Im Sinne des Kollegiums hatten sie sich um die Popularisierung des Spalenbergs und der Altstadt verdient gemacht.
   

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  1978 Irène Zurkinden – Kunstmalerin

Drei Versuche wurden im «Basler Keller» unternommen, der vitalen und vielseitigen Künstlerin – sie war Mitglied der Künstlervereinigung «Gruppe 33»– in einer Laudatio gerecht zu werden, nämlich filmisch, kabarettistisch und regierungsrätlich: Dem Film «Irène Zurkinden, Porträt einer Malerin» folgte die pointenreiche Laudatio von Walter Morath. Dr. Lukas (Cheese) Burckhardt überbrachte der «Freundin schöner Schuhe» die Glückwünsche der Regierung mit dem «Goldenen Schuh unserer Stadt» – aus Schokolade!
   

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  1979 Robi Klein – Läckerli-König

Der «Läckerli-Huus-Meister» erreicht mit seinen Briefen aus Basel rund 400‘000 Leserinnen und Leser in aller Welt und trägt damit den Namen Basel in viele fremde Länder hinein. Der Kolumnist Hanns U. Christen (-sten) meinte in seiner Laudatio: «Robi Klein versteht es, die ganze Basler Prominenz um sich herum zu scharen, obwohl er eigentlich nichts anderes zu bieten hat als eine neue Schachtel mit Vejetli Dääfi ...» Die Schriftstellerin Maria (Miggeli) Aebersold überreichte den «Oscar vom Spalenberg» in gereimter Rede.
   

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  1980 Fred Spillmann – Couturier

Der weltberühmte Basler Couturier lernte an der Berliner Kunst- und Modefachschule; dann ging er nach Paris. 1936 baute er sein eigenes Couture-Geschäft am Rheinsprung 1 auf. Unser Sperber-Kollege Carl Miville-Seiler meinte in seiner Glückwunschadresse: «Eigentlich ist es schade, dass Spillmann nicht in der Politik ist. Wir haben unter den Regierungsräten zwar einen Schneider (Arnold Schneider). Und auch einen Schnyder (Karl Schnyder). Aber wir haben keinen Couturier. Allerdings: Die Stadt könnte ihn sich kaum leisten. Man bedenke die teuren Anzüge, die er im Grossen Rat einreichen würde!»
   

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  1981 Blasius (Dr. iur. Felix Burckhardt) – Stadtpoet

Ober-Sperber Dr. Peter Bächlin betonte in seiner Begrüssung, dass Blasius allen Anforderungen an einen Ehrespalebärglemer gerecht werde: Seine Gedichte seien voller Esprit und/oder scharfzüngigem Witz; spürbar werde in ihnen die Liebe zur Altstadt und er selber sei ein Original baslerischer Prägung. Zum Ausklang zelebrierte der Stadtpoet selbst einige Gedichte in seiner unverwechselbaren Art. Gruss, Dank und Glückwunsch der Regierung überbrachte Arnold Schneider.
   

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  1982 Roland Rasser – Gründer des Kellertheaters «Fauteuil» und Bühnenkünstler

In seiner gereimten Laudatio meinte der erprobte Fauteuil-Textautor Hanspeter Rittmann: «Bevoor Si imm dä Oorde schängge, / gäbt ych däm Greemium z bedängge, / dass äär nit z Basel, nai, z Biel-Bängge / sy Wesch zem Droggnen uff duet hängge [...] Doo kennt doch jeede Senn uff Äärde / Ehrespalebuggler wäärde!» Ensemble-Mitglieder, Schauspieler und Textautoren fanden adäquate Worte, um die Verdienste ihres Direktors ins richtige Licht zu rücken.
   

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